Jenseits der Grenze - W.G. Sebald Mit Markus Boysen und Malte Herwig 18.08. 2011 19:30 Uhr

Jenseits der Grenze - W.G. Sebald

1991 veröffentlichte der in der nordenglischen Universitätsstadt Norwich lebende und lehrende Autor W. G. Sebald sein erstes Buch mit Essays zur österreichischen Literatur unter dem Titel Unheimliche Heimat. Der darin enthaltene Aufsatz Jenseits der Grenze über Handkes Erzählung Die Wiederholung zählt zu den hellsichtigsten Interpretationen dieses Dichters und deutet in der literarischen Analyse bereits auf den Dichter Sebald hin, der seinerseits viele der in seinem Text beschriebenen Motive des Handkeschen Werkes ins Zentrum seines eigenen Schaffens stellen wird: den Gedanken des verborgenen Messianismus seiner Literatur, des Exils und der aller Herrschaft entgegengesetzten Kraft des Schreibens. Im zehnten Todesjahr W. G. Sebalds ist sein Essay in der Lesung von Markus Boysen Anlass für eine Neubetrachtung.
Der Literaturwissenschaftler Malte Herwig, der im Herbst 2010 seine Handke-Biografie Meister der Dämmerung veröffentlichte, spricht mit Thomas Oberender über Parallelen und Unterschiede im Werk zwei der sprachmächtigsten Literaten deutscher Sprache.

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