Jeroen Dewulf Vortrag 12. 12. 2016, 18.00 Uhr

Immer wieder wird die Frage gestellt, weshalb Stefan Zweig ausgerechnet in dem Land, das er sehr geliebt hat und das er in seinem Buch Brasilien. Ein Land der Zukunft (1941) zum Paradies hochstilisiert hatte, Selbstmord verübt hat. In São Paulo besuchte er das Schlangeninstitut von Butantan. Das hochkonzentrierte Gift, das in diesem Institut gesammelt wird, hatte eine erschütternde Wirkung auf ihn. Warum hielten seine brasilianischen Gastgeber es für nötig, Zweig ausgerechnet ein Schlangeninstitut zu zeigen? Inwiefern ermöglicht dieser Besuch eine Verbindung zwischen Zweig und Alexander von Humboldt? Der Vortrag umkreist auf verschiedenen Wegen das Schicksal Zweigs in den letzten Lebensjahren.

Der diesjährige Stefan-Zweig-Stipendiat Jeroen Dewulf wurde in Belgien geboren und ist seit 2007 Professor am German Department an der Universität von Berkeley, Kalifornien, wo er auch das Institut für Europäische Studien leitet.

Der Vortrag: Böse Kräfte im brasilianischen Paradies - Stefan Zweig im Schlangeninstitut von Butantan.

Montag, 12. Dezember 2016, 18.00 Uhr, PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE STEFAN ZWEIG, Erzabt-Klotz-Straße 11, Seminarraum D304

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