1881:
am 28. November wird Stefan Zweig als
zweiter Sohn des Textilfabrikanten Moritz Zweig und seiner Frau Ida,
geb. Brettauer, geboren.
1892 – 1990:
Schulbesuch am Maximiliangymnasium (später Wasagymnasium) im
IX. Wiener Gemeindebezirk.
Ab 1897:
Erste Veröffentlichung von Gedichten in Zeitschriften.
1900 – 1904:
Studium an der Universität Wien, Studienrichtung Philosophie
und Literaturgeschichte
1901:
Erste Buchveröffentlichung: Silberne Saiten, Gedichte.
1902:
Erster Beitrag für das Feuilleton der „Neuen Freien Presse“ in
Wien.
1902 – 1903:
Das Wintersemester studiert Zweig an der Universität in Berlin.
1904:
Abschluß
des Studiums mit einer Dissertation über „Die Philosophie des
Hippolyte Taine“. Der erste Band mit Novellen „Die Liebe der Erika
Ewald“ erscheint. Längerer Aufenthalt in Paris und London.
1906:
Der
zweite Gedichtband „Die frühen Kränze“ erscheint im
Leipziger
Insel-Verlag. Reise nach Italien und Spanien. Viermonatiger Aufenthalt
in London.
1907:
Übersiedlung in die erste eigene
Wohnung, Kochgasse 8, im achten Wiener Gemeindebezirk. Das Versdrama
„Tersites“ erscheint im Insel-Verlag. (Uraufführung am
26.11.1908
in Dresden und Kassel).
1908 – 1909:
Fünfmonatige Reise nach Indien, Ceylon, Burma und Hinterindien.
1910:
„Emile
Verhaeren“, eine Monographie erscheint gleichzeitig mit einer von Zweig
übersetzten zweibändigen Ausgabe seiner Werke.
1911:
Reise in die USA, nach Kanada, Kuba und Puertorico. Erstes Erlebnis.
Vier Novellen aus Kinderband erscheint im Insel-Verlag.
1912:
Uraufführung des Trauerspiels „Das Haus am Meer“ am Wiener
Burgtheater (26.10.). Bekanntschaft mit Maria von Winternitz.
1913:
Die
Novelle „Brennendes Geheimnis“ wird als Band 122 der
Insel-Bücherei veröffentlicht. Erste Begegnung mit
Romain
Rolland.
1914:
Stefan Zweig meldet sich am 12. November
freiwillig zum Militär und wird nach zwei Wochen ins
Kriegsarchiv
überstellt. Mitarbeit an der illustrierten Zeitschrift
„Donauland“.
1916 – 1917:
Mit
Friderike Übersiedlung nach Kalksburg bei Wien,
Haselbrunnerstraße 10. Kauf des Salzburger Hauses,
Kapuzinerberg
5.
1917:
Aus einer zweimonatiger Beurlaubung aus Anlaß
der Premiere seines Theaterstücks „Jeremias“
(Uraufführung am
Züricher Stadttheater, 27.2.1918) wird ein
eineinhalbjähriger
Aufenthalt in der Schweiz. Enge Kontakte zum pazifistischen
Freundeskreis um Romain Rolland.
1919:
Rückkehr nach Österreich, Übersiedelung nach
Salzburg.
1920:
Heirat mit Friderike. Die Erzählung „Der Zwang“ und der
Essayband „Drei Meister“ (Balzac, Dickens, Dostojewski) erscheint.
1921:
Die Biographie „Romain Rolland, der Mann und das Werk“ wird
veröffentlicht.
1922:
„Amok,
Novellen einer Leidenschaft“ und „Die Augen des ewigen Bruders“
erscheinen. Außerdem gibt Stefan Zweig die „Gesammelten Werke“
Paul Verlaines heraus.
1924:
Die gesammelten Gedichte werden veröffentlicht.
1925:
Der große Essayband über Hölderlin, Kleist,
Nietzsche erscheint unter dem Titel „Der Kampf mit dem Dämon“.
1926:
Das
„Theaterstück Volpone“, nach Ben Jonson, wird als Buch
veröffentlicht. Die Uraufführung findet im Wiener
Burgtheater
statt. (6.11.1927) Tod des Vaters.
1927:
Die Erzählung
„Verwirrung der Gefühle“ und die „Sternstunden der Menschheit“
(fünf Miniaturen) erscheinen. Zehnbändige Ausgabe des
Werkes
Stefan Zweigs in der Sowjetunion.
1928:
Erwin Riegers
Biographie über Stefan Zweig wird in Berlin publiziert. Der
dritte
Band der großen Essays (über Casanova, Stendhal und
Tolstoi)
erscheint unter dem Titel „Drei Dichter ihres Lebens“. Reise in die
Sowjetunion.
1929:
„Joseph Fouché. Bildnis eines
politischen Menschen“, das Theaterstück „Das Lamm der Armen“
(Uraufführung 15.3.1930 in Berlin) und der Novellenband
„Kleine
Chronik“ erscheinen.
1930:
Italienreise.
1931:
Der
Essayband „Die Heilung durch den Geist“ (über Sigmund Freud,
Anton
Mesmer und Mary Baker-Eddy) erscheint. Reise nach Frankreich,
Zusammentreffen mit Joseph Roth.
1932:
„Marie Antoinette – Bildnis eines mittleren Charakters“ wird
veröffentlicht.
1933:
Ab Oktober, erster längerer Aufenthalt in London.
1934:
Eine
polizeiliche Hausdurchsuchung nach Waffen veranlaßt Stefan
Zweig
zum Verlassen Salzburgs. Bis 1940 lebt er in Großbritannien im
Exil. Im Wiener Verlag von Herbert Reichner erscheint der biographische
Essay „Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam“. Lotte Altmann
wird Zweigs Sekretärin. Reise in die Schweiz und nach Salzburg.
1935:
Uraufführung
der Oper „Die schweigsame Frau“, Libretto von Stefan Zweig, Musik von
Richard Strauss (Dresden 24.6.). Nach drei Vorstellungen wird die Oper
verboten. Reise in die Schweiz, nach Frankreich und in die USA. Die
Biographie „Maria Stuart“ erscheint in Wien.
1936:
„Castellio gegen Calvin – ein Gewissen gegen Gewalt“ wird
veröffentlicht. Reise nach Brasilien und Argentinien.
1937:
Die
erste Sammlung von Aufsätzen, Essays und Erinnerungen
erscheint im
Reichel-Verlag: „Begegnungen mit Menschen, Büchern,
Städten“.
Verkauf des Salzburger Hauses.
1938:
Reise nach Portugal. Die
dort erarbeitete Biographie über „Magellan. Der Mann und seine
Tat“ erscheint im selben Jahr. Tod der Mutter Stefan Zweigs. Scheidung
von Friederike. Antrag auf britische Staatsbürgerschaft.
Vortragsreise in die USA.
1939:
Der Roman „Ungeduld des Herzens“ erscheint in London und Stockholm.
Übersiedelung nach Bath. Heirat mit Lotte Altmann.
1940:
Im
März wird Stefan Zweig britischer Staatsbürger. In
Paris
Vortrag über „Das Wien von Gestern“. Im Juli Abreise nach New
York, anschließend Vortragsreise durch Südamerika.
Rückreise durch die USA.
1941:
„Brasilien – ein Land der
Zukunft“ erscheint in portugiesischer Sprache von Abrahao Koogan in Rio
der Janeiro. Den Sommer verbringen Lotte und Stefan Zweig in Ossining,
im Staate New York, wo die Autobiographie „Die Welt von Gestern.
Erinnerungen eines Europäer“ abgeschlossen wird. Ende August
Reise
nach Brasilien. In Petropolis, bei Rio de Janeiro, mieten sie ein
kleines Haus. Hier entstehen die „Schachnovelle“ und der Essay
über Montaigne.
1942:
23. Februar: Freitod von Lotte und Stefan Zweig.
Staatsbegräbnis auf dem Friedhof in Petropolis.