Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Er studierte Philosophie und Literaturgeschichte und veröffentlichte 1901 seinen ersten Gedichtband. Zweig verfasste Theaterstücke, Erzählungen, drei Romane, historische Biographien sowie das Erinnerungsbuch „Die Welt von Gestern“. Mit großer Hingabe engagierte er sich zeit seines Lebens für den europäischen Dialog von Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft.

Von 1919 bis 1934 lebte Stefan Zweig in Salzburg, wo seine erfolgreichsten Bücher entstanden: die großen Essay- Bände zu Literatur, Philosophie und Psychologie sowie die biographischen Studien über Joseph Fouché, Marie Antoinette und Erasmus von Rotterdam.

1934, ein Jahr nach Hitlers Regierungsantritt in Deutschland,verließ Zweig Salzburg und übersiedelte nach London. Die weiteren Stationen seines Exils sind Bath (Großbritannien), die USA und Brasilien. In Petrópolis, nahe von Rio de Janeiro, nahmen sich Stefan Zweig und seine zweite Frau Lotte am 23. Februar 1942 das Leben. Sie wurden auf dem Friedhof der brasilianischen Kleinstadt begraben.

Das 2008 begründete Stefan Zweig Centre Salzburg ist ein Ort für Literatur und Wissenschaft. Eine Ausstellung mit Bildern und Dokumenten erzählt von Leben und Werk des Autors.
Eine Bibliothek steht für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung. Ihren Kern bildet die Sammlung des britischen Diplomaten, Literaturwissenschaftlers und Zweig-Biographen Donald A. Prater (1918 – 2001).